Ehemalige berichten: Aus der Traum
von S.Wutschke in IT-News am 20. Juli 2010Sehr geehrter Herr Maschmeier,
wie geht es Ihnen? Vielleicht erinnern Sie sich an mich: Mein Name ist Stephan Wutschke und war im letzten Jahr ein Teilnehmer in der Niederlassung in Steglitz. Es gab auch damals einen Blogeintrag über mich mit folgender Überschrift: “A 380 als Weihnachtsgeschenk” oder so ähnlich, erinnern Sie sich? Ich halte regelmäßig mit Herrn Michaelis Kontakt sowie auch heute und wollte mal über mich berichten, was bisher so bei mir passiert ist.
Es fing im November letzten Jahres an, als ich ein Angebot einer Zeitarbeitsfirma bekommen habe, das ich bei Airbus anfangen könnte zu arbeiten. Daraufhin folgte ein telefonisches Vorstellungsgespräch und dann wurde ich auch genommen. Ich war überglücklich über diese Nachricht und freute mich schon, dort anzufangen. Ich bin auch später extra deswegen umgezogen – nur 2 km von Airbus entfernt. Was dann folgte, war das reinste “Desaster”. Die ersten 2 Wochen hatten wir “Ausbildung” gehabt. Wir lernten die Kabel und die Werkzeuge und noch viele andere wichtige Dinge kennen: also nur Theorie. Nach unser erfolgreich abgelegten Prüfung kam dann endlich die Praxis und damit auch schon die ersten Zweifel, denn wir saßen manchmal Nächte lang ohne einen Auftrag in den Hallen, wo der A 380 produziert wird. Man sagte uns, dass es bald wieder losgeht mit der Arbeit, da viele noch im Urlaub sind usw. Desweiteren sagte man uns, dass es im März wieder richtig losgehen soll. Als sich aber bis Mitte Februar immer noch keine Besserung zeigte, nahm das Unheil seinen Lauf. Kurze Zeit später kam dann die Kündigung. Ich hatte 2 Wochen Kündigungsfrist und hoffte, dass meine Zeitarbeitsfirma mir was Neues an Arbeit anbietet. Aber dem war nicht so. Also blieb mir nur der Gang zur Agentur für Arbeit und zur Arge. (Übrigends die französische Firma, für die ich gearbeitet hatte, gab es schon nicht mehr. Die mussten zurück nach Frankreich). Die erste Zeit bewarb ich mich auch bei vielen Firmen und es sah auch anfangs so aus, dass ich bald eine Stelle bekommen würde, denn auf fast jede Bewerbung folgte ein Vorstellungsgespräch. Aber die erhoffte Arbeitsstelle blieb aus. Daraufhin war ich so verärgert, dass ich erstmal in den Urlaub abgedriftet bin. Es ging für eine Woche nach Mallorca. Dort konnte ich mal alle Sorgen usw. vergessen und konnte entspannen und auf neue Gedanken kommen. Wieder zurück in der Heimat und mit neuer Kraft fing ich dann wieder an, fleißig Bewerbungen zu schreiben. Ich telefonierte mit vielen Firmen und bewarb mich auch anfangs als Systemadministrator. Jedoch blieb dies auch erfolglos. Also bewarb ich mich als IT-Systemelektroniker – meinem erlernten Beruf. Auch dies blieb bisher erfolglos. Auch Bewerbungen bei Airbus blieben erfolglos. Sollte dies so weiterbleiben, muss ich mir überlegen, woanders zu arbeiten, z.B. in Berlin. Ich spiele sogar mit dem Gedanken, im Ausland zu arbeiten. Ich überlege auch erstmal vielleicht ganz andere Arbeit anzunehmen, wie z.B. Kommissionierung, also im Lager arbeiten, damit ich erstmal überhaupt einen Job habe. Bewerben als Systemadministrator kann ich mich ja trotzdem. Aber es muss doch einen Arbeitgeber geben, der einem die Chance gibt, als Systemadministrator zu arbeiten, auch wenn man keine oder wenig Berufserfahrung als Systemadministrator hat, denn ich hab die Weiterbildung ja nicht umsonst gemacht. Alle sprechen vom Jobwunder, vor allem weil sehr viele IT-Mitarbeiter gesucht werden. Ich jedenfalls spüre davon nix.
Das war mal ein kleiner Bericht von mir. Da wir schon etwas länger keinen Kontakt hatten, und ich BBQ immer noch positiv in Erinnerung habe, wollte ich mich mal auf diesem Wege bei Ihnen melden.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Wutschke


Harald Baumann
Kommentar vom 30.07.2010, 10:42 Uhr, Website
Hallo Herr Wutschke,
das ist wirklich sehr Schade und traurig. Ich wünsche Ihnen für die nächste Zeit mehr Glück bei den
Bewerbungen und den entsprechenden Entscheidungen! Bleiben Sie dran!!
Grüße
H. Baumann